Heidelberg 1999 – wissenschaftliches Programm
Bereiche | Tage | Auswahl | Suche | Downloads | Hilfe
A: Atomphysik
A 18: Symposium Hochgeladene Ionen II Poster
A 18.25: Poster
Freitag, 19. März 1999, 15:00–16:30, PY
Rekombination höchstgeladener Ionen mit Elektronen — •C. Brandau1, T. Bartsch1, C. Böhme1, F. Bosch2, G. Dunn3, B. Franzke2, A. Hoffknecht1, H. Knopp1, C. Kozhuharov2, A. Krämer2, P. Mokler2, F. Nolden2, S. Schippers1, Z. Stachura4, M. Steck2, T. Stöhlker2, T. Winkler2, A. Wolf5 und A. Müller1 — 1Institut für Kernphysik, Justus-Liebig-Universität, 35392 Gießen — 2Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI), 64291 Darmstadt — 3JILA, Boulder, Colorado 80309-0440, USA — 4Institute for Nuclear Physics, 31-342 Kraków, Poland — 5Max-Planck-Institut für Kernphysik, 69117 Heidelberg
Am Elektronenkühler des Schwerionenspeicherrings ESR der GSI in Darmstadt wurden Messungen zur dielektronischen und radiativen Rekombination (DR und RR) der schwersten lithiumähnlichen Ionen (Au76+, Pb79+, Bi80+ und U89+) durchgeführt. Im Schwerpunktsenergiebereich (0 bis 400 eV), der durch unseren experimentellen Aufbau mit kolinearen Strahlen abgedeckt wird, konnten hochaufgelöste Spektren zu Δ n=0 Anregungen des 1s2 2s1/2 Grundzustandes gewonnen werden. Dabei wird die Anregung 2s1/2 → 2p3/2 von einem Einfang des freien Elektrons in n=5 (Uran) und n=6 (Gold, Blei, Wismut), sowie die 2s1/2 → 2p1/2 Anregung vom Einfang in hohe Rydbergzustände (n≥20) begleitet. Diese Messungen stellen einen wichtigen Test von Atomstruktur- und Rekombinationstheorien für die schwersten hochgeladenen Ionen dar. Im besonderen erhält man durch Extrapolation der 1s22p1/2nℓj Rydbergresonanzen zur Seriengrenze (n → ∞) einen sehr exakten Wert für die Energie des zugrunde liegenden Anregungskanals, d.h. für die 2s1/2 − 2p1/2 Lamb-shift in sehr schweren lithiumähnlichen Systemen.