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Osnabrück 2002 – wissenschaftliches Programm

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MS: Massenspektrometrie

MS 4: Resonanzionisations-Massenspektrometrie

MS 4.3: Vortrag

Donnerstag, 7. März 2002, 14:30–14:45, HS 02/E04

Resonanzionisation von Cadmium in einem Lasermassenspektrometer — •Karen Ong und Peter Bisling — GKSS-Forschungszentrum Geesthacht GmbH, Postfach 1160, D-21494 Geesthacht

Das bislang nur für gasförmige Proben geeignete Lasermassenspektrometer [1] wurde um eine neue Probenkammer erweitert, damit auch Feststoffe analytischen Untersuchungen zugänglich sind. Diese Vakuumkammer ist mit Heizungen, Manipulatoren und einer Probenschleuse ausgestattet. Außerdem kann Laserablation/–desorption eingesetzt werden. Ein Trägergas aus einer Überschalldüse transportiert den Analyten in die Ionisationskammer eines Reflektron–Flugzeitmassenspektrometers.

Erste Messungen zum Testen der Probenkammer wurden mit Cd und dem Trägergas Ar durchgeführt. Zum Nachweis werden die Cd–Atome vom 5s2 1S0–Grundzustand auf den 5s5p 1P1–Zwischenzustand bei der Wellenlänge λ1=228,8 nm angeregt. Verschiedene Ionisationsschemata wurden untersucht. Die mit einem zweiten Laserstrahl angeregte Rydbergserie nd 1D2 wurde mit gepulster Feldionisation nachgewiesen. Energiewerte von erstmals aufgelösten Rydbergzuständen wurden gemessen.

Bei zum Cd [5s5p 1P1]–Zwischenzustand rotverschobenen Wellenlängen tauchen ACdArn–Cluster (n<13) im Massenspektrum auf. Isotopieverschiebungen auf Schwingungsübergänge des ACdAr van der Waals–Moleküls können direkt beobachtet werden, wie es nur die resonanzverstärkte Mehrphotonenionisation im Massenspektrometer zeigt.

[1] Bisling, P., J. Dederichs, B. Neidhart und C. Weitkamp (1999) Fresenius J. Anal. Chem. 364, 79–86.

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