Frankfurt 2006 – wissenschaftliches Programm
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A: Atomphysik
A 5: Hauptvortr
äge: Elektronen- und Ionendynamik
A 5.4: Hauptvortrag
Dienstag, 14. März 2006, 12:10–12:40, H7
Beobachtung und Kontrolle atomarer und molekularer Stoßvorgänge — •Joachim Grosser1, Olaf Hoffmann1 und Frank Rebentrost2 — 1Universität Hannover, Institut für Gravitationsphysik — 2Max-Planck-Institut für Quantenoptik Garching
Durch die optische Anregung während des Stoßes ergeben sich neuartige Beobachtungs- und Eingriffsmöglichkeiten für atomare und molekulare Stöße. Polarisationsexperimente zeigen die geometrische Anordnung im Stoßkomplex. Phasen- und Amplitudenbeziehungen zwischen unterschiedlichen Polarisationsrichtungen können vom Lichtfeld gezielt auf das Stoßpaar übertragen werden. Die Besetzung ausgewählter Elektronenzustände während des Stoßes verbunden mit einer Endzustandsanalyse gestattet die direkte Beobachtung nichtadiabatischer Elementarprozesse. Mit molekularen Targets beantworten solche Experimente aktuelle Fragen der chemischen Reaktionsdynamik. Schließlich erlauben die oszillierenden differentiellen Querschnitte Potentialbestimmungen mit Genauigkeiten bis in den Bereich von 1 cm−1.