Hannover 2010 – wissenschaftliches Programm
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P: Fachverband Plasmaphysik
P 18: Poster: Diagnostics
P 18.13: Poster
Donnerstag, 11. März 2010, 16:00–18:00, Lichthof
Analyse der Kontur selbstumgekehrter Spektrallinien bei zugrundeliegendem Peach-Profil mittels der Bartels-Theorie — Hartmut Schneidenbach, Martin Wendt, Steffen Franke und •Jacob Zalach — INP-Greifswald, Felix-Hausdorff-Str. 2, D-17489 Greifswald
Die Bartels-Theorie der Linienemission inhomogener Plasmaschichten gestattet die Temperaturbestimmung aus den Radianzmaxima geeigneter selbstumgekehrter Spektrallinien. In [1] wurde diese Theorie auf die Bestimmung der Linienform aus der gemessenen Kontur angewandt. In Hochdruckplasmen kann die quasistatische Van-der-Waals-Wechselwirkung nicht nur im fernen roten, sondern auch im blauen Linienflügel zu starken Abweichungen vom Lorentzprofil führen. Eine einheitliche Beschreibung der Wechselwirkung vom Linienzentrum bis in ferne Bereiche beider Linienflügel liefert das Peachprofil. Dieses Profil wurde in Verbindung mit der Bartels-Theorie auf die Analyse der Kontur verschiedener Quecksilberlinien eines HID-Plasmas angewandt. Das Peachprofil wird durch die C6-Konstante sowie die Temperatur und Dichte des Strahlers bestimmt. Es werden die erweiterten Diagnostikmöglichkeiten einer solchen Analyse aufgezeigt sowie die Besonderheiten der Resonanzlinie bei 254 nm diskutiert.
[1] H. Bartels, H. Zwicker, Z. Phys. 166 (1962) 148